Schnellestrich und mittelschneller Estrich

Schnellestriche:

Schnellestriche sind schnell erhärtende Zementestriche, die eine Oberbelagsverlegung nach 1 bis 3 Tagen zulassen. Bis jetzt ist diese Estrichart und auch der Begriff Schnellestrich noch nicht in der Norm erfasst. Bei der Herstellung kommt ein spezielles Zusatzmittel zum Einsatz; es bindet das nicht für die Hydratation erforderliche freie Wasser als Kristallwasser. Voraussetzung für die schnelle Belegbarkeit ist, dass die Verarbeitungskriterien stimmen.

Dazu zählen insbesondere:

  • günstige Transportbedingungen
  • günstige klimatische Bedingungen (Wärmequellen können den Verarbeitungsprozess stark behindern, sogar stoppen)
  • Vermeidung von Unterbrechungen

Der Einbau kann nur in kleinen überschaubaren Flächen erfolgen. Eventuell ist eine größere Personalstärke nötig. Grundsätzlich muss der Feuchtigkeitsgehalt von Schnellestrichen vor der Belegung mit dem CM-Gerät überprüft werden, um sicherzustellen, ob eine ausreichende Trockenheit (bei unter 2 %) gegeben ist. Schnellestriche können als Estrich im Verbund, Estrich auf Trennschicht und schwimmend verlegt werden.

 

Mittelschnelle Estriche:

Mittelschnelle Estriche schließen die Lücke zwischen konventionellen Zementestrichen und Schnellestrichen. Ebenso wie diese sind mittelschnelle Estriche noch nicht genormt. Die Verlegung von Oberbelägen ist nach 7 bis 12 Tagen möglich. Mittelschnelle Estriche sind nicht so empfindlich gegenüber klimatischen Einflüssen und Unterbrechungen wie Schnellestriche. Sie können im gewohnten Arbeitsrhythmus, in größeren Flächen und in der üblichen Personalstärke verarbeitet werden.